Zino Wey

Danke, dass ich jetzt Ihren Hund halten darf

Von Magdalena Schrefel

Werkstattinszenierung im Rahmen der langen Nacht der Jungen Dramatik, Münchner Kammerspiele.
Premiere: am 5. Oktober 2013 im Schauspielhaus der Münchner Kammerspiele


Mit: Marc Benjamin, Brigitte Hobmeier, Kristof Van Boven, Ursula Werner 
Regie: Zino Wey
Ausstattung: Sina Barbra Gentsch
Dramaturgie: Julia Lochte 


Sie hausen zusammen in unglückseliger Dreieinigkeit: eine demente, pflegebedürftige Alte, ihre redselige Tochter, die sich unwillig um sie kümmert und allabendlich einsam auf dem Sofa sitzt, und ein Hund, der schweigt. Zur beengten Häuslichkeit dieses in Hass und Gewohnheit ineinander verkeilten Trios gesellt sich ein junger Pfleger. Der kümmert sich liebend gern, vor allem, indem er allen das erzählt, was sie hören wollen. Bis der Hund, der auf niemanden hört, nicht mehr zu halten ist und über ihn herfällt. Nun sind sie wieder unter sich und tauschen herzzerreißende Gemeinheiten aus. Sehr komisch ist das, wenn es nicht so traurig wäre. Oder vielmehr traurig, wenn nicht so komisch.
Geschrieben in bester Tradition des abgründigen Volksstückes.



Ausgezeichnet mit dem Publikumspreis der langen Nacht der jungen Dramatik


Fotos: Andrea Huber


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