Zino Wey

Hikikomori

Holger Schober

Premiere am 23. Juni 2011 im Lauftraum Berlin
Im Rahmen von Krankheit:Jugend Berlin/Adelsheim

Spiel: Benjamin Mathis
Regie / Licht: Zino Wey

„Wann hat das begonnen? Wann habe ich angefangen, mich selbst in einem zwei mal zwei Meter großen Loch zu begraben, in der Hoffnung, dass mich irgendwann jemand ausgraben würde. Da habe ich noch nicht gewusst, dass ich alleine bin und dass ich mich selber nicht ausgraben kann. Ich bin Totengräber und Leiche geworden.“

Als Hikikomori (dt. sich einschließen oder gesellschaftlicher Rückzug) werden in Japan Menschen bezeichnet, die sich freiwillig in ihrer Wohnung oder ihrem Zimmer einschließen und den Kontakt zur Gesellschaft auf ein Minimum reduzieren. Nach Schätzungen des Psychologen Saito Tamaki, der den Begriff prägte, dürfte es in Japan mehr als 1 Million Hikikomori geben.

Holger Schober (1976*) erzählt in seinem Einmannstück nicht von Japan, er erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der sich in einer totalen Isolation wieder findet und sich, trotz Träume und Sehnsüchte, nicht aus seiner eigenen Gefangenschaft befreien kann. 

Fotos: Martin Walz


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