Zino Wey

KOSMOS KRISTÓF

Eine Lesung mit Texten von Ágota Kristóf

Am 26. April 2014 im Werkraum der Münchner Kammerspiele
Mit: Sylvana Krappatsch und Steven Scharf
Fassung und Einrichtung: Zino Wey
Bühne: Davy van Gerven
Licht: Jürgen Kolb 
Dramaturgie: Matthias Günther


In ihrem Theaterstück DIE GRAUE STUNDE blickt die Autorin Ágota Kristóf desillusioniert auf die Leere und Einsamkeit in einer von Beziehungen des Kaufens und Verkaufens bestimmten Welt.
In der Ágota Kristóf Nacht folgt nach dem Theaterstück eine Lesung, die eine Reise in den KOSMOS KRISTÓF sein wird: „Schreiben“, hat die Frau mit den immer ein wenig staunenden Augen einmal gesagt, „schreiben ist ein wenig selbstmörderisch, es tötet ein bisschen“. Weil man dabei alle traurigen Geschichten des Lebens noch einmal durchleben, durchleiden müsse. „Und unter meinen Lidern werden die Bilder dieses bösen Traums, der mein Leben war, vorbeiziehen. Aber sie werden mir nicht mehr wehtun. Ich werde zu Hause sein, allein, alt und glücklich.“

Ágota Kristóf (1935-2011) verließ ihre ungarische Heimat während der Revolution 1956 und gelangte über Umwege nach Neuchâtel in die französischsprachige Schweiz. Als Arbeiterin in einer Uhrenfabrik tätig, erlernte sie die ihr bis dahin fremde Sprache und schrieb auf Französisch. Berühmt wurde Ágota Kristóf mit dem Roman „Das große Heft“.


Fotos: Johannes Schäfer


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